Ruhig – Die Kunst des Neumischens – Sanftes, sanftes Säureklangbild
LABEL: Hell Yeah RecordingsUm die ungebrochene Anziehungskraft einer großartigen musikalischen Neubearbeitung zu würdigen, bringt Hell Yeah The Art of Remix heraus. Diese unverzichtbare neue Reihe versammelt die besten Neuabmischungen aus dem Kreis der Lieblinge des Labels. Den Auftakt macht der japanische Meister des Downtempo Calm – mit exklusiven, bislang nie auf Schallplatte erschienenen Fassungen von Stücken von Cantoma, Aura Safari, DJ Sofa’s Dream Baby Dream, Seahawks, Gallo, Yuichiro Kato und weiteren.
Die Veröffentlichung kommt mit gehaltvollen Begleittexten des maßgeblichen Dr Rob von Ban Ban Ton Ton, und ein zweiter Teil von Is It Balearic's Coyote folgt in Kürze. Neuabmischungen standen schon immer im Mittelpunkt der Veröffentlichungen von Hell Yeah – als Weg, klassische Klänge in andere Zusammenhänge zu versetzen, Künstlern Erkundungen außerhalb ihres üblichen Rahmens zu ermöglichen und zugleich neue Talente vorzustellen. Calm hat diese Kunst seit Langem vollendet, mit seinen berühmten, gelassenen Deutungen von allerlei Balearic, House, Dub und Acid unter dem Untertitel Mellow Mellow Acid. Er hat so manche japanische Legende neu abgemischt, aber auch eine Fülle von Künstlern aus aller Welt – und acht dieser neu erdachten Kostbarkeiten halten auf diesem ersten Teil die Waage zwischen Hochgefühl und Einsamkeit. Zunächst durchtränkt seine Fassung von Cantomas „Way To The Sun“ schwebende Dauertöne und Glockenklang mit perlendem Acid.
„Sur Mon Balconett“ schimmert mit spanischer Gitarre und sinnlichem Saxofon, während die Gespenster von gestern noch umherstreifen. „Banana Trance“ ruckt mit Breakbeats und macht zugleich einen balearischen Sprung in den Genussrausch. Mininns „Vertigo“ treibt im Dub-Stil dahin, von klösterlichen Gesängen bis zu opernhaften Ausbrüchen. Mahos „Bakuhatsu“ knurrt düster und schmierig, wenn Acid und Riffs aufeinanderprallen; „Abysso“ schwebt mit Streichern und Sirenen in sinfonischer Pracht; „Blue Surround“ wiegt ein, bevor es mit Jazz-Feuer explodiert, und Katos „Kiss of Life“ beschließt das Ganze mit einer kosmischen, romantischen Serenade. Calms The Art of Remix setzt einen hohen Maßstab für eine Reihe, die sich bald Coyote und dem skandinavischen House-Größen Bjorn Torske zuwenden wird.