Eko – Ausgefallene Diskomusik
LABEL: Africa SevenEko Roosevelt Louis blickt auf eine Musiklaufbahn von über vierzig Jahren zurück. Er wurde als Enkel eines Stammeshäuptlings aus Kribi geboren; seine musikalische Neigung begann bescheiden in der Kirche seines Dorfes, bevor er am Konservatorium im Senegal und an der École Normale de Musique in Paris eine geregelte Ausbildung erhielt. Eko sammelte dann in der Mitte der siebziger Jahre erste Erfahrungen mit Jazz-Funk- und Disko-Schallplatten, bevor er ausgedehnt in und um Frankreich auf Tournee ging. In den 90er Jahren kehrte Eko nach Kamerun zurück, um die Stammeshäuptlingswürde seines Großvaters zu übernehmen – ein Amt, das er bis heute innehat. Eko arbeitet außerdem mit den kamerunischen Künstlervereinigungen und Schulen zusammen, tritt auf, unterrichtet und leitet sogar Kameruns Nationalorchester. Für diesen Ausflug von Africa Seven reisen wir ins Jahr 1979. „Funky Disco Music“ war Ekos dritte Langspielplatte. Sie ist ganz auf den Klang festgelegt, den wir hier bei Africa Seven mögen, und nach dem, was sich wie eine Ewigkeit anfühlte, haben wir Eko schließlich in Kamerun ausfindig gemacht und ihn davon überzeugt, dass eine Neuauflage unbedingt nötig war. Die Langspielplatte beginnt mit dem hellen, aufmunternden Disko-Swing-Kleinod und Titellied „Funky Disco Music“. Kräftige Bläser, afrikanische Rhythmen und ein mitreißender Bass (von Vicky Edimo) treiben dieses Stück voran, bevor es nahtlos in den Jazz-Funk-Disko-Mischklang „Ndolo Embe Mulemadolo“ übergeht. Dem Zeitgeist folgend – Paris 1979 – ist „Une Chanson Sans Paroles“ ein französisches Kraft-Poplied, das auf afrikanischen Swing trifft, und hält das Tempo der Langspielplatte hoch. Den Abschluss von Seite A bildet das herrlich erhebende „Bowa'a Mba Ngebe“. Triefend vor Zuversicht und Wohlwollen war dieses Wohlfühl-Disko-Kleinod ein jüngster Höhepunkt unserer Zusammenstellung African Airways 04. Seite B eröffnet mit „Doi Da Manga“, wo afrikanische Volksmusik auf Pop trifft. Danach folgen „Me To A De Try My Own“ und „Esele Mba Musango Na Ndol'am“ mit ihren fest verzahnten Bassläufen und Afrobeat-Rillen. Den Abschluss der Langspielplatte bildet der geschmeidige Balladen-Jazz von „Emen' Ango“. Die Herzenssaiten geraten in Schwingung. Bleiben Sie dran – später im Jahr gibt es mehr von Eko. Africa Seven.