Q Lazzarus - Goodbye Horses: The Many Lives Of Q Lazzarus Vinyl - Vinyl Record
RELEASE

Q Lazzarus – Leb wohl, Pferde: Die vielen Leben von Q Lazzarus

LABEL:   Sacred Bones Records

ARTISTS: Q Lazzarus
RELEASE DATE: 2025-02-21
CATALOGUE NUMBER: SBR356LPC3
FORMAT: 12" Green Vinyl
STYLE: New Wave, Alternative Rock, Synth-pop

Für fast alle führte der erste Zugang zur Musik von Q Lazzarus über „Goodbye Horses“. Das Lied erschien erstmals 1988 in Jonathan Demmes Married to the Mob, doch erst 1991, als es berüchtigt erneut in Demmes The Silence of the Lambs auftauchte, prägte es sich dem allgemeinen Bewusstsein vollständig ein. „Goodbye Horses“ wirkte wie ein in sich geschlossenes Weltall – traumhaft und völlig ungewöhnlich, ein augenblicklicher Klassiker, der die Hörenden fesselte und neugierig auf die geheimnisvolle Stimme dahinter machte. Diese Stimme gehörte Diane Luckey, einer einzigartig begabten Künstlerin, deren Musik ihrer Zeit voraus war und die zu Lebzeiten letztlich weitgehend unerkannt blieb. Begleitend zur Veröffentlichung von Aridjis Fuentes’ Dokumentarfilm Goodbye Horses: The Many Lives of Q Lazzarus bringt Sacred Bones eine Sammlung von Liedern heraus, die Qs gesamte Laufbahn umspannt, die verschiedenen Schaffensphasen zeigt und die ganze Spannweite ihrer Persönlichkeit offenbart. In Zusammenarbeit mit Qs Familie veröffentlicht, ist dies zugleich ihr erstes und einziges Album in voller Länge. Zwischen 1985 und 1995 aufgenommen, spiegelt dieser Schatz bislang unveröffentlichter Musik einige der interessantesten Seiten der Popmusik der vergangenen vier Jahrzehnte wider – auf eine Weise, die zugleich klug und wild vielgestaltig wirkt. Das titelgebende „Goodbye Horses“ bleibt ein einzigartiges Stück unheimlicher Neuwellen-Vollkommenheit, und man könnte sich vorstellen, ein ganzes Q-Lazzarus-Album wäre um diese Ästhetik gewunden; doch ähnlich wie Sängerinnen wie Alison Moyet, Annie Lennox oder Lisa Gerrard konnte Qs wandlungsfähige Stimme sich mühelos in die verschiedensten Stile und Zusammenhänge fügen. Ihre Fassung von Talking Heads’ „Heaven“ verwandelt das Lied in eine kraftvolle Ballade mit voller Stimme, samt perlenden Klavierverzierungen, während ihre Deutung von Gershwins „Summertime“ wie die Art von bassschwerer Tanzlokal-Neufassung klingt, die zu allem aus der Nightclubbing-Ära von Grace Jones ein vollkommener Gefährte hätte sein können. Stücke wie „My Mistake“ und „Hellfire“ liebäugeln mit Hausmusik und zeigen, wie frech und durchschlagend Qs Stimme sein konnte, wenn sie wirklich losließ, während „Don’t Let Go“ wie die Art von dröhnender Rundfunk-Single klingt, die Cher vor einigen Jahrzehnten hätte veröffentlichen können. Anderswo vertreten Lieder wie „Bang Bang“ und „I See Your Eyes“ eine von der Gitarre getragene Andersrock-Haltung, die sie in einem Parallelweltall zu festen Größen bei 120 Minutes hätte machen können. Goodbye Horses steht für das Potenzial so vieler verschiedener Laufbahnen, die aus welchen Gründen auch immer nie ganz Wirklichkeit wurden. Dass wir diese Lieder nun in der Welt haben – und ein klareres Bild der Person dahinter –, ist nicht weniger als ein Segen.

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