A Tribe Called Quest – Die Theorie des tiefen Endes
LABEL: Jive1991 veröffentlichten A Tribe Called Quest The Low End Theory, ein bahnbrechendes Album, das ihren Rang als Hip-Hop-Legenden festigte. Aufbauend auf dem vom Jazz durchzogenen Klang ihres Erstlings bot das Album karge Grooves und meisterhaft ausgewählte Bass-Ausschnitte; der Jazz-Bassist Ron Carter wirkte bei „Verses from the Abstract“ mit. DJ Ali Shaheed Muhammads zurückhaltender Ansatz ließ Q-Tip und Phife Dawgs dichterische Stärke aufleuchten und zeigte ihr gewitztes Wortspiel, ihren Humor und ihre gesellschaftliche Stellungnahme. Stücke wie „Butter“ und „The Infamous Date Rape“ nahmen Frauenfeindlichkeit ins Visier, während „Rap Promoter“ und „Show Business“ die Musikbranche kritisierten.
Die Herstellung des Albums ist durchweg geschmeidig, mit herausragenden Stücken wie „Check The Rhime“ und „Jazz (We've Got)“. Der Gruppenbeitrag „Scenario“ mit Leaders of the New School ist ein sagenhafter Abschluss. Der Einfluss des Albums auf den Hip-Hop ist unbestreitbar und beflügelte spätere Künstler wie Kendrick Lamar und Outkast. The Low End Theory bleibt bedeutsam und erquicklich – ein Beleg für Tribes Einfallsreichtum und unerschütterlichen Stil. Es ist eine meisterhafte Verbindung aus nachdenklich stimmenden Texten und makelloser Herstellung und zählt damit zu den größten Hip-Hop-Alben aller Zeiten.