Kiyoshi Yamaya - Wamono Groove: Shakuhachi & Koto Jazz Funk 76
LABEL: 180gGeboren 1932 in Tokio, begann Kiyoshi Yamaya seine musikalische Laufbahn 1953, als er in verschiedenen Jazzbands der Stadt spielte. 1957 trat Yamaya Nobuo Haras berühmter Jazz-Bigband Sharps & Flats als Baritonsaxophonist bei und begann für sie und andere Bigbands zu komponieren, zu arrangieren und aufzunehmen. Zusammen mit Norio Maeda und Keitaro Miho, beide Jazzpianisten, Komponisten und Arrangeure, wurde er in den sechziger Jahren zu einer Schlüsselfigur des japanischen Jazz, indem sie die Modern Jazz Three Association gründeten – mit dem Ziel, das Niveau der japanischen Jazzkomposition und -arrangements zu heben. Mitte der siebziger Jahre erforschte sein Contemporary Sound Orchestra Jazz-Funk-Fusionen mit traditionellen japanischen Melodien und Instrumenten wie Shakuhachi, Koto, Biwa und Shamisen. Diese Werke wurden für eine Reihe von umfassenden japanischen Alben aufgenommen, die im Inland bei Denon und Nippon Columbia veröffentlicht wurden, wovon die Stücke dieser Zusammenstellung stammen.
Toshiko Yonekawa, geboren 1913 in der Stadt Himeji, nicht weit von Osaka, ist die älteste Tochter des Koto- und Shamisenmeisters Kin'o Yonekawa. Sie begann im Alter von 3 Jahren beide Instrumente bei ihrem begabten Vater zu erlernen, gab mit 8 ihr erstes Konzert und war erst 12 Jahre alt, als sie erstmals im nationalen Rundfunk auftrat. Ihr einzigartiger Koto-Spielstil ist weithin anerkannt wegen der außerordentlichen Genauigkeit von Intonation und Rhythmus sowie der unvergleichlichen Schönheit des Klanges des Instruments. Nach einem Leben voller Auszeichnungen und Ehrungen wurde Toshiko Yonekawa 1996 zur Lebenden Nationalschatzin ernannt.
Geboren 1950 in Tokio, ist Kifu Mitsuhashi ein großer Meister des Koto-Stils auf der Shakuhachi. Nach Abschluss des NHK Hōgaku-Ausbildungsprogramms 1972 wurde Mitsuhashi Mitglied von Pro Musica Nipponia, einer Gruppe führender Komponisten und Spitzenmusiker, die sich der Aufführung eines breit gefächerten Repertoires klassischer und zeitgenössischer Kompositionen aus Japan und dem Westen widmen – wobei alle Musik auf traditionellen japanischen Musikinstrumenten gespielt wird. Mitsuhashi hat weltweit hunderte von Konzerten gegeben, auch als Solist, und seine Kunst mit den größten Ensembles wie dem BBC-Symphonieorchester und den Berliner Philharmonikern aufgeführt. 2020 wurde Kifu Mitsuhashi mit dem Orden der aufgehenden Sonne ausgezeichnet.