RELEASE
Black Sheep - Strobelite Honig
LABEL: Mr Bongo
Black Sheep – und ihr Album von 1991 „A Wolf in Sheep’s Clothing“ – waren definitiv eine Ausnahme in der Native Tongues-Gemeinschaft. Sie waren derber und verspielter als ihre Zeitgenossen, was, wenn man bedenkt, dass diese Zeitgenossen A Tribe Called Quest, De La Soul und Jungle Brothers waren, wirklich etwas bedeutet. „Strobelite Honey“ fängt diesen Unterschied perfekt ein, indem es stark auf zwei Disco-Samples aus den 1980er Jahren setzt, statt auf den Jazz ihrer Gefährten, und einen etwas weniger ritterlichen Umgang mit Frauen zeigt. Die schlanke, aber unterhaltsame Erzählung von „Strobelite“ zeigt den Rapper Dres im Club, der von den Lichtern getäuscht wird – er nähert sich einem Mädchen, das ihm gefällt, zieht sich aber zurück, als sich herausstellt, dass sie nicht das ist, was er erwartet hatte. Verzaubert, da sind wir uns sicher. Dres und sein Partner Mr. Lawnge waren immer bereit, Grenzen zu überschreiten, und das zeigt sich auch in der oft verwirrenden Benennung der verschiedenen Remixe dieser ausgesuchten Single. 12-Zoll-Platten erschienen mit den Titeln „No We Didn’t Mix“, „Yes We Did Mix“ und „Maybe We Did Mix“ (ganz zu schweigen von einer separaten 12-Zoll mit House-Remixen). Der letzte und beste dieser Remixe begleitete die Originalversion auf der heute seltenen 7-Zoll von 1991, wie auch hier. Der „Maybe We Did Mix“ fügt dringliche Bläser hinzu – fast wie das Summen einer Biene – und einen neuen Rhythmus, um den Klang völlig neu zu gestalten und ihm einen viel zeitgemäßeren Charakter zu verleihen. Er erinnert daran, dass Remixe einst viel mehr waren als nur derselbe Takt mit anderen Sprechgesängen.