Gianfranco Reverberi - Rivelazioni Di Uno Psichiatra Sul Mondo Perverso Del Sesso Vinyl - Vinyl Record
RELEASE

Gianfranco Reverberi – Enthüllungen eines Psychiaters über die perverse Welt der Geschlechtlichkeit

LABEL:   Four Flies

ARTISTS: Gianfranco Reverberi
RELEASE DATE: 2024-11-22
CATALOGUE NUMBER: FLIES71
FORMAT: 2 x 12" Vinyl
STYLE: Soundtrack, Film Score, Jazz

Four Flies freut sich außerordentlich, die allererste Veröffentlichung von Gianfranco Reverberis verborgenem Meisterwerk zu präsentieren: eine umwerfende Filmmusik, vielleicht seine wildeste und kühnste. Diese italienische Partitur ist so etwas wie der Heilige Gral für Freunde des Spaghetti-Klangs, nicht zuletzt dank des legendären Stücks „Psicolimite“. 1973 tauchte unter dem Namen „Sharon Chatam e la sua Orchestra“ eine rätselhafte Single mit 45 U/min auf. Die Platte wirkte wie eine harmlose Nachspielung des Themas aus Der letzte Tango in Paris, samt einem typischen Bild aus dem Film. Doch hinter der unschuldigen Fassade verbarg sich ein Geheimnis: Das Stück auf der Rückseite, „Psicolimite“, war in Wahrheit das Hauptthema aus Rivelazioni. Als jemand in den Vereinigten Staaten dies herausfand und erkannte, dass der Name „Sharon Chatam“ ein Deckname für Reverberi und sein Team war, schoss der Preis der Platte in die Höhe, und sie wurde zu einem begehrten Sammlerstück. Umso aufregender ist die Entdeckung der vollständigen Filmmusik, zumal die Musik, die Reverberi für den berüchtigten Film von Renato Polselli – einem der ungeheuerlichsten und kompromisslosesten Regisseure des italienischen Genrefilms – geschrieben hatte, als für immer verloren galt, vielleicht verschwunden in den Tiefen irgendeines Filmentwicklungslabors. Doch dank der Spürnasen von Four Flies wurde dieses rätselhafte Meisterwerk wieder ans Licht geholt und in all seiner Pracht vorgelegt. Erhältlich ist es nun als prunkvolle Doppel-Langspielplatte im Klappumschlag mit Originalbildwerk des brillanten Eric Adrian Lee. Während der Film – den manche Kritiker trotz allem als „psychotronisch“ lobten – ein seltsames Sammelsurium aus weitschweifigen schein-psychoanalytischen Theorien und schaulustiger Betrachtung sexueller Abweichung ist, ragt die Musik als vorrangiges, lebendiges Element heraus, das auch für sich allein bestehen kann. Reverberis Ruf als ernsthafter, feinsinniger Produzent (für Künstler wie Lucio Dalla, Gino Paoli, Luigi Tenco und viele mehr) brachte ihn jedoch dazu, sich von Ausbeutungsfilmen wie Rivelazioni fernzuhalten. Um sein Ansehen zu wahren, ließ er seinen Freund und ehemaligen Schulkameraden Umberto Cannone als Urheber der Partitur auftreten – ein Kunstgriff, den er auch bei Polsellis nächstem Film Mania (1974) anwandte. Doch diese Namenlosigkeit könnte seine schöpferische Freiheit unerwartet vergrößert haben, denn die Partitur, die er zusammenstellte und aufnahm, ist experimentell, stellenweise rau und getragen von einer unerbittlichen Rhythmusgruppe, in der Bass und Schlagzeug den Grundrhythmus legen. Der Einsatz elektronischer Instrumente ist für die Zeit beeindruckend: Schlagzeugautomaten und raumgreifende Synthesizer schaffen eine dunkle, traumartige Stimmung. Psychedelische Flöten, Klavierwendungen, entfesselte Schlagwerkfiguren, Filter, Verdichter sowie jazzige Improvisationen auf Saxofon und Vibrafon runden das Ganze ab. Die vollständige Filmmusik wurde nach dem Fund der ursprünglichen 1-Zoll-16-Spur-Bänder wiedergewonnen; sie wurden überspielt, gemischt und für bestmögliches Hören sowohl auf Schallplatte als auch in digitaler Form klanglich aufbereitet, wobei die digitale Fassung 8 zusätzliche Stücke enthält.

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