Gigi Masin – Implodierend in eine blendende Dunkelheit (Teil 1)
LABEL: 13Teil 1 von 2: Gigi Masins funkelnde Klangmagie führt uns zum Licht in „Implodendo in una accecante oscurità“ (Implodieren in einer blendenden Dunkelheit). Der Spiegel spiegelt nichts als ein schwaches, fremdes, geheimnisvoll feindseliges Gesicht, doch ein Schimmer bleibt, heraufbeschworen von einer schmerzlich feierlichen Romantik, die rettend wirkt; Lichtschimmer prallen von weiten künstlichen Windungen ab, eine betörende Umgebungsstimmung, luftige Stille, sie breiten sich aus, ein paar Adern der Dunkelheit schimmern hindurch; ästhetische Schönheit wird zu klarer Geistigkeit; Saxofon und Frauenstimmen; die Elegie, die Klavier und Gesangsschleifen verflicht; jene allgegenwärtige Schwermut, tröstlich, voll Sehnsucht, die Offenheit für das Morgen ist.
Es ist der Augenblick des Lichts, das starke Gefühl, dass nichts verloren ist, dass das, was darauf wartet, ergriffen zu werden, mehr ist als ein Rest, vielleicht ein Überwinden; Licht, das „nicht das ist, was es zeigt, sondern das, was es enthüllt“; jenes Licht, das zur Erinnerung wird, die nicht leuchten muss, um wahrgenommen zu werden, dort, wo sie sich am nötigsten ausbreiten muss, wo die Dunkelheit zu lange gewohnt hat.