Klangkollektor – Dubkassetten Bd. 2
LABEL: Before I Die„…Wenn ich Musik mache, versuche ich immer, mir eine vorübergehende Zuflucht zu schaffen, eine Zuflucht vor der zunehmend beängstigenden Welt da draußen. Eine Art entlegene Insel, auf der ich mich verbergen, für eine Weile abschalten, mich geborgen fühlen kann. Auf jeden Fall empfinde ich beim Machen dieser Musik innere Ruhe, und ich hoffe, dass sie das für dich auf irgendeine Weise auch tut…“ Besprechung Banbantonton.com (JP/UK): „Dub Tapes. Volume 2 macht genau dort weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat, und nutzt eine sehr ähnliche Klangpalette, gewonnen aus analogen Instrumenten und Effekten. Alle 4 Stücke werden von Lars’ Virtuosität an der live gespielten Basslinie getragen. Er hat für eine ganze Reihe von Jazzkapellen Bass gespielt, und das hört man. Das Tieftonfundament ist durchweg eine beständige, beruhigende, warme, mutterleibartige Gegenwart, die einen trügerisch kräftigen Puls in sich trägt. Die feinen Spritzer an Studiokniffen mögen ihre Wurzel in Basic-Channel-ähnlichem Techno haben, doch das Ergebnis liegt irgendwo, das weit weniger karg, entspannter, melodischer und musikalischer ist. Hall und Echo sind zu wohltuenden statt raumerschütternden Formen verdreht. Es erinnert an Vogelgesang und Gebirgsbäche. Auch Lars’ Klavier-Improvisationen sind für das Ganze unverzichtbar…Vollgestopft mit reichem, ablenkendem Detail für Kiffer und Siesta-Sucher ist die EP ganz sicher eine Folge, bei der man sich zurücklehnen, es sich bequem machen und sie auskosten soll.“ Besprechung baggingarea.blogspot.com (UK): „Alle vier Stücke sind hervorragend; der Auftakt ‚Ferry From Torkwrith‘ steckt den Rahmen ab – schwelgender, seliger Balearen-Dub aus Berlin, Musik, in der man sich verkriechen kann, um die Außenwelt vorübergehend auszusperren. Das zweite Stück ‚Morning Hour‘ ist etwas sonniger, eine Gitarre mischt sich dazu. ‚Starlings‘ hebt an mit Vogelgesang und dem dumpfen Schlag einer Bassdrum, einer Woge aus Synthesizer-Akkorden und etwas Bassgitarre, unbeeilt und mild. Das vierte Stück ‚Isle Of Stonsey‘ treibt heran, ein neuminütiger Ausflug in eine abgekühlte Fassung des Weltraums, hawaiische Gitarre und Dub-Bass stupsen uns sanft in den Kosmos.“.