Pasteur Lappe - We The People Vinyl - Vinyl Record
RELEASE

Pasteur Lappe – Wir, das Volk

LABEL:   Africa Seven

ARTISTS: Pasteur Lappe
RELEASE DATE: 2018-01-01
CATALOGUE NUMBER: ASVN027
FORMAT: 12" Vinyl
STYLE: Afro Disco

Nach unserer außerordentlich gut aufgenommenen Neuauflage von Pasteur Lappes zweitem Album „Na Man Pass Man“ hier bei Africa Seven freuen wir uns sehr, mit Pasteur an den Anfang zurückzukehren. Es ist eine weitere gelungene Neuauflage: das Debütalbum „We, The People“. Die Geschichte beginnt in den 60er Jahren, als der charmante 19-jährige Nicolas „Pasteur“ Lappe bei Radio Adele in Douala, Kamerun, zur Sensation wird. Später wird er Redakteur der Zeitung Douala Gazette und freundet sich mit anderen afrikanischen Musikgrößen wie Tala AM, J Moboule und Fela Kuti an. Außerdem arbeitet er unermüdlich daran, neue und aufstrebende lokale Talente aus Kamerun zu fördern. Nach dem Umzug nach Paris, einem Abschnitt an der Journalistenschule und der Veröffentlichung eines Gedichtbandes „Chansons Negres“ findet er schließlich in Paris zu einem neuen Leben in der Musik. Pasteurs erstes Album wurde 1979 mit der Begleitgruppe und dem Produktionskollektiv namens Zulu Gang aufgenommen, zu dem Douglas Mbida (der später selbst mehrere erstklassige Alben veröffentlichte) und Jacob Desvariaux (der später Kassav gründete) gehörten. Das Album ist voller vielfältiger Klänge: von antreibendem Funk, weit ausgreifenden Disko-Rhythmen, zuckersüßen Balladen, Reggae, an die Jackson Five erinnerndem Pop bis hin zu schmatzendem Soul. Im Kern steht jedoch der eigens geprägte „Sekele“-Rhythmus … eine Bewegung, die Tanz, Rhythmen und Stimmung aus seiner Heimat Douala in sich vereinen will. Das Album beginnt mit den pulsierenden Rhythmen von „More Sekele Movement“, mit antreibender Bassfigur, knackigem Schlagwerk und eingängigen Gesangslinien unseres Helden. Als Nächstes folgt „Dora“: ein funkelndes Afro-Pop-Kleinod mit stechenden Bläsersätzen und einer geschmeidigen, eingängigen Melodie. Danach wird es gemächlicher – „Watch Get My Day Dreams“ ist eine langsame, sanfte Gesangsnummer: träge Rhodes-Klänge und ein Wiegen wie am Ende einer Disko-Nacht. Außerdem ist Maryse Lappe als Gastsängerin zu hören. Auf der Rückseite wird es mit „Sekelimania (Nku Bilam)“ wieder heißer, der Funk kehrt zurück. Abgehackte Gitarrenriffs, perkussives Clavinet und Bläser ganz obenauf treiben diesen geschmeidigen Kraft-Funk voran. Danach hält „The Sekele Movement“ die Bläserabteilung mit seinen Afro-Swing-Trommeln, schreitenden Bassläufen und funkigen Tastenklängen auf Trab. Dieses Stück war auf der jüngsten Zusammenstellung Analog Africa – „Pop Makossa“ zu hören. Ein echter Fund. Den Abschluss bildet ein langsames, wehmütiges Liebeslied: teils gesprochen, teils gesungen, über Trennung und Sehnsucht. Das perfekte nachdenkliche Ende einer gelungenen Langspielplatte. Der nostalgische Dichter, Afrika in seinem Wesen: Pasteur Lappe.

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