Rick Wade – Trilogie „Tiefe Beschwörungen“ Band 1
LABEL: Art Is The PlaceWIEDERVERÖFFENTLICHUNGS-ALARM!: Rick Wade, weniger als eine Stunde von Chicago entfernt geboren, heute jedoch in Detroit ansässig, hat in den 80ern und frühen 90ern im Nectarine Ballroom in Michigan als DJ sein Handwerk gelernt – zur selben Zeit, als auch ein gewisser Jeff Mills dort gewaltige Fortschritte machte. Wades Klang ist stärker im tiefen House verwurzelt, doch wie diese Viererplatte zeigt, liegt in seiner Musik eine kosmische Geistigkeit und eine Entrücktheit, die sie mit dem Besten von UR und anderen bedeutenden Größen aus Detroit teilt.
Los geht es mit „Groove Tool“, angetrieben von einer wunderbar geschmeidigen, funkigen Basslinie und ausgeschmückt mit schwebenden Akkorden und feinen Glockenklängen weit oben im Hochtonbereich. „Pimp Prophecy“ hat etwas mehr Scheibenlaufwerk, mit seinem hartnäckigen Gitarrenriff und ausgezeichnetem Bongo-Geklopfe. „Jazzy Tears“ kreist um eine kräftige Bassdrum und einen bearbeiteten, zeitgedehnten Gesangsrefrain, der gegen jazzige Gitarrenakkorde und Streicher ausgespielt wird, die sich himmelwärts schrauben. „Ooo Ahh“ ist wohl das eingängigste Stück, mit einem schlurfenden Grundgerüst im Schlagwerk und einem ansteckenden Haken – alles verpackt, wie alle vier Stücke, in eine zurückhaltende, aber dennoch üppige Musikalität. „Deep Incantations“ – in der Tat.