Tony Allen, Afrika – 70 Fortschritt
LABEL: Comet RecordsComet Records legt die Wiederveröffentlichungsreihe von Tony Allen & Afrika 70 mit den klassischen ersten vier Soloalben Tony Allens aus den späten Siebzigern vor, neu abgemischt und wiederhergestellt: Jealousy, Progress, No Accomodation for Lagos & No Discrimination, alle in einer schweren Deluxe-Hülle im Tip-On-Verfahren. Eingespielt mit Afrika 70 auf dem Höhepunkt ihrer Kraft als Band von Fela Kuti, sind dies grundlegende Aufnahmen im Kanon der Afrobeat-Geschichte. Erneut hat Comet Records die Gelegenheit, ein Licht auf die schiere Musikalität und Eigenart des bescheidenen Schlagzeugriesen zu werfen. Tony Allens Tod im April 2020 löste weltweit eine Schockwelle aus, als Anhänger und Weggefährten von Lagos bis Brooklyn und überall dazwischen den Verlust eines großzügigen und kraftvollen Menschen betrauerten – eines Menschen, von dem wir glaubten, er würde ewig leben. Zum Glück haben wir das Geschenk von Tonys zeitloser Musik, beginnend mit diesen vier besonderen Soloalben, durch die seine musikalische Stimme unsere tanzenden Füße und vollen Herzen für immer leitet. Progress zeigt Afrika 70 bei dem, was sie am besten können: tief graben und die Wucht entfesseln, doch stets mit bemerkenswerter Zurückhaltung und lässiger Selbstsicherheit, getragen von Tonys sicheren Händen und Füßen. Das Titelstück „Progress“ beginnt mit einem Paukenschlag und lässt nie nach – eine Darbietung so ungestüm, dass sie neben Fela’s kraftvollsten Hymnen bestehen kann. Das zweite Stück „Afro Disco Beat“ zeigt Tony Allen auf einem seiner schöpferischen Höhepunkte. Er sagt: „Was ich auf Progress sagen wollte, war, dass ich, statt mit Fela um Geld zu streiten, versuchte, voranzukommen und auf eigene Faust zu schaffen. Fortschritt ist das, wonach ein harter Arbeiter sucht; ich musste ihn für mich selbst suchen“ (aus Tonys Selbstbiografie, aufgezeichnet von Michael Veal). Tony Allen trug einen Zauber in sich, den er sein ganzes Leben lang mit uns teilte – durch seine Schlagzeughände, seine mitwippenden Füße und sein großzügiges Herz. Dieser Zauber ist auf diesen prägenden Soloalben jederzeit spürbar und stark – sie sind ein Muss für Afrobeat-Anhänger auf der ganzen Welt.